5 Wilde Jahre

Die Wilde Liga Wien feiert Geburtstag! Der FKR kickt seit der ersten Saison mit; ist von Anfang an dabei ♡

Wie kam’s dazu? Und: Wer oder Was ist die Wilde Liga Wien?


FKR & WLW

Die Entscheidung des FKR, aus dem ÖKFB/ÖKFV auszutreten ist 2017 kollektiv gefällt worden. Erfreulich war, dass auch gleich eine konkrete Alternative im Raum stand. Nach jahrelanger Tätigkeit als FKR-Obmensch hatte unser lieber Harri sich etwas ganz Besonderes vorgenommen: die Gründung der Wilden Liga Wien!

Den Ball ins Rollen gebracht hat die Gründungsversammlung am 24. Februar 2017, wo über Projektidee, Erwartungen, Motivation und kollektive Realisierung diskutiert wurde. Darüber hinaus berichteten Ralf und Beate aus Bielefeld, dem Universum der ältesten Wilden Liga der Welt. Das Kollektiv Wilde Liga Wien war gegründet.

Dem Grundgedanken folgend, wird Menschen die Möglichkeit gegeben, außerhalb von Vereinen und ohne das strenge Reglement des ÖFB Fußball zu spielen. Das meint einen freundschaftlichen Kick ohne Leistungsdruck – und ohne Schiedsrichter*in. Damit sind die Teams und all ihre Spieler*innen verantwortlich dafür, was auf dem Platz passiert.

Getragen von Gleichberechtigung, Diversität und gegenseitigem Respekt, versteht sich die Wilde Liga als inklusives Projekt, als Kollektiv, in dem alle gleichermaßen mitbestimmen. In diesem Sinne bietet die Liga einen Rahmen für bunt zusammen gewürfelte Teams – ungeachtet von Gender, sexueller Orientierung, Religion oder Herkunft.


Fußball beim FKR

Wir spielen Fußball in der Wilden Liga Wien, bei Benefizturnieren, bei den Mondiali/Giochi Antirazzisti, auf der Auwiese und in der Jugendsportanlage Herderpark – jenseits von Gender-Barrieren, Leistungsdruck und übertriebenem Ehrgeiz.

Du möchtest beim FKR mitspielen? Dann schreib uns. Wir freuen uns über neue Spieler*innen. More mixed, more fun!


FKR-Comeback des Wilden Fußballs

Der FKR zeigt sich wieder in der Wilden Liga: Am gestrigen Sonntag gelang gegen das hochmotivierte Team Marefat ein verdientes 2:2. Hüben wie drüben gab es einige richtig schöne Kombinationen und Lattentreffer zu bestaunen. Der Acker auf der Rüdenwiese hat seinen ganz eigenen Zauber!

Das Motto auf der Rüdenwiese: „Fühl dich frei!“


3-Sided-Football: 3 Teams, 3 Tore, 1 Chaos?

Sonntag, 24. März, 14:30 im Wiener Prater. Die Frühlingssonne scheint auf die gut besuchte Jesuitenwiese. 18 hochmotivierte Leute aus der Wilden Liga Wien sind zusammengekommen. Perfekte Bedingungen, um etwas Neues auszuprobieren: 3-Sided-Football. Auf Deutsch: Dreiseitiger Fußball oder Dreiseitenfußball. Der Name bezieht sich nicht auf den Ball, der ist weiterhin rund. Es geht um das Spiel als Ganzes. Nicht zwei Tore stehen auf dem Platz, sondern drei. Nicht zwei Teams spielen gegeneinander, sondern drei. Schwer vorzustellen? Ja. Noch schwerer umzusetzen? Schaumamal.

Kicker*innen der Wilden Liga Wien auf der Jesuitenwiese

Hintergrund

3-Sided-Football wurde von Asger Jorn erdacht. Er war Teil der Situationistischen Internationale – einer Gruppe von linken Künstler*innen und Intellektuellen, die vor allem in den 1960er-Jahren aktiv war und unter anderem den Satz „Unter dem Pflaster liegt der Strand“ (Sous les pavés, la plage) prägte. Der 3-Sided-Football war Jorns Versuch, sein philosophisches System der Triolektik praktisch anzuwenden und damit das marxistische Konzept der Dialektik zu dekonstruieren. Der Triolektik zufolge gibt es nicht zwei, sondern drei gegensätzliche Positionen, von denen sich auch zwei temporär zu Lasten der Dritten zusammenschließen können. Soviel zum theoretischen Hintergrund des Ganzen. Read more „3-Sided-Football: 3 Teams, 3 Tore, 1 Chaos?“

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

Nachdem wir 2017 zum ersten Mal an der deutschen alternativen Meisterschaft (DAM) teilgenommen hatten, war es am Pfingstwochenende 2018 wieder soweit. Aber dieses Mal fuhren wir nicht nach Regensburg, sondern nach Berlin!

2017 holten wir als FKR den legendären Wanderbären nach Wien. 2018 brachten wir ihn als Wilde Liga Wien Nostars zurück zur DAM. Doch offenbar war der Transport des feuerroten Monsters mit dem liebevollen Blick kraftraubender als gedacht. Denn im allerersten Spiel, das nicht nur gefühlt um fünf Uhr morgens, sondern zu allem Überfluss auch noch als elf gegen elf (statt als gewohnter Kleinfeldkick) auszutragen war, beeindruckten wir vor allem mit unser Wiener Gemütlichkeit.

Selbstverständlich behielten wir dann unsere lässige Art auch im weiteren Turnierverlauf bei und überließen als gute Gästinnen und Gäste den anderen Teams die meisten Punkte. Das ein oder andere Spiel gewannen wir irgendwann doch noch, aber übertreiben wollten wir es in Bezug auf den fußballerischen Erfolg nicht.

Viel wichtiger war die durchwegs gute Stimmung am und neben dem Platz. Sogar das mittlerweile allseits bekannte WLW-Rambazamba-Lied wurde dort geboren. Wir hatten eine Menge Spaß. Mit den Menschen, die wir schon vorher kannten, aber auch mit denen, die wir dort kennenlernen durften.

So können wir jetzt mit Sicherheit sagen (auch wenn es in Wien nicht alle glauben werden): Auch in Deutschland gibt es coole Leute. Echt jetzt.

Unentschieden zum Auftakt der WLW-Frühlingsrunde

Am vergangenen Samstag trafen wir im ersten Spiel der Wilden Liga nach der Winterpause auf Grashüpfer United. Gleich mit der ersten Aktion gelang den sympathischen und überaus fairen Gegner*innen (5 von 5 Fairnesspunkte!) der Führungstreffer. Nach einer gelungenen Ballstafette, einem sehenswerten Dribbling und einem lässigen Abschluss stand es 1:0 für GHU. Wir hingegen produzierten in der ersten Hälfte bis auf einen Lattenknaller kaum Aufsehenerregendes. Die sommerliche Hitze machte uns sichtlich zu schaffen, da sahen die Spieler*innen von GHU um einiges frischer aus. Zum Glück waren wir breit aufgestellt und konnten uns durch häufige Wechsel laufend kurze Atempausen gönnen.
In der zweiten Hälfte wollten wir den Rückstand möglichst rasch wettmachen und die Partie gestaltete sich um einiges dynamischer. Der Ball schien besser durch die Reihen zu laufen und die Torraumszenen häuften sich. Nach einem schnellen Konter gelang schließlich der Ausgleich, womit die Partie wieder offen war. Weitere Chancen (ein FKR-Alleingang auf den Torwart und ein GHU-Flankenschuss auf die Latte) wurden aber nicht mehr verwertet. Endergebnis: 1:1. Wir finden: Passt so!

Die nächste FKR-Partie der WLW findet am kommenden Sonntag um 15:00h auf der Schloßwiese statt. Wir treffen auf Roter Stern Praterstern.

Kick Off Kick & wildes Picknick

Am Samstag, 13. Mai fand auf der #DIANAwiese im Augarten der Kick Off Kick der Wilden Liga Wien statt. Das war nicht nur die erste öffentliche Aktion der neugegründeten wilden Liga, sondern auch ihr erster freundschaftlicher Kick ohne Leistungsdruck.

Neben den 11 Teams kamen auch viele Zuschauer*innen und Interessierte zur ersten fußballerischen Begegnung auf Augenhöhe – in gemütlicher Atmosphäre wurde gekickt, angefeuert und gepicknickt.

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